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Kulturhauptstadt 2012: Guimarães.
Das nordportugiesische Guimarães -ehemals Hauptstadt des Landes- wird in zwei Jahren den Titel "Kulturhauptstadt Europas" tragen
Die von den Kulturministern der Europäischen Union ausgewählten Städte richten im Verlauf eines Jahres traditionell zahlreiche Ausstellungen, Konzerte und sonstige Kulturveranstaltungen aus.
Die Altstadt von Guimarães (Distrikt Braga) gehört zum Welterbe der UNESCO. Guimarães bei Wikipedia
Wirtschaft: Portugal droht Herabstufung der Kreditwürdigkeit.
Nach Griechenland droht nun auch dem hochverschuldeten Portugal die Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit durch eine große Ratingagentur. (handelszeitung.ch)
Eine solche Herabstufung bedeutet, daß die Regierung Investoren mit immer höheren Zinsen anlocken muß, um Staats-Anleihen verkaufen zu können. Steigende Zinsen erhöhen die schon extrem angehäuften Schulden. Fehlende Anleihegelder können einen Staats-Bankrott verursachen.
Fünfhundert Euro Gehalt für kubanische Ärzte.
Um den katastrophalen Ärztemangel in diversen Landkreisen vor allem des Alentejo und der Algarve zu kompensieren, wurden 2009 vierundvierzig Ärzte aus Kuba nach Portugal eingeflogen - aufgrund eines Übereinkommens der Regierungen beider Länder.
Portugiesische Ärzte, so schreibt correiomanha.pt am 12.Januar 2010, halten allerdings die Höhe der Bezahlung für die Kubaner für 'inhuman', während Gesundheitsstaatssekretär Manuel Pizarro jegliche Diskriminierung verneint.
Der portugiesische Staat "zahle für die kubanischen Ärzte das Gleiche wie für andere Ärzte", so Pizarro. Aber: die vertraglich verpflichteten Kubaner erhalten ihre Gehaltszahlungen aus Havanna - und zwar, so correiomanha.pt, fünfhundert Euro pro Monat, rund zweihundert Euro mehr als sie in Kuba für ihre Arbeit erhalten würden; zusätzlich werden dort fünfzehn Euro an ihre Familie ausbezahlt.
2.500 Euro monatlich überweist allerdings das Gesundheitsministerium Ministério da Saúde für jeden Mediziner nach Kuba - wobei die Differenz der Beträge vom kubanischen Staat einkassiert wird.
Beide Seiten -Portugal und Kuba- sind mit dieser Situation durchaus zufrieden, während die betroffenen Ärzte sich konkret offenbar nur sehr sparsam äußern.
Portugiesische Kollegen, so schrieb público.pt bereits im Oktober vergangenen Jahres, seien besonders schockiert über die Arbeitszeiten der Kubaner, zu denen sie sich verpflichtet hätten: vierzig Wochenstunden plus vierundzwanzig Stunden Notdienst; denn im September 2009 sei in einem Tarifabkommen der ärztliche Notdienst generell auf maximal zwölf Stunden begrenzt worden.
Noch im Oktober des vergangenen Jahres hatte der kubanische Botschafter in Portugal, Jorge Benitez, bestritten, daß der kubanische Staat portugiesische Gelder für die vertragliche Verpflichtung seiner Mediziner erhalte.
Ärztevertreter Pedro de Vasconcelos, Vorsitzender des Conselho Distrital da Ordem dos Médicos, wies ebenfalls im Oktober desselben Jahres darauf hin, daß die Kubaner für die geleistete Arbeitszeit eigentlich "sechstausend Euro monatlich erhalten müßten". Ein Ministeriumsvertreter hatte gleichzeitig behauptet, daß die Kubaner ungefähr zweieinhalb- bis dreitausend Euro pro Monat verdienen und daß keine Abmachungen mit den kubanischen Behörden über ein Einbehalten eines Teiles der Gehälter existieren.
Der Kommentar von Staatssekretär Pizarro gegenüber correiomanha.pt klingt nun, drei Monate später, etwas aufschlußreicher: "Die portugiesische Regierung hat nichts mit der Art und Weise zu tun, in welcher Kuba seine Ärzte bezahlt".
Um die kubanischen Mediziner bei Laune zu halten, übernehmen dankbare Gemeinden, die keine anderen Ärzte für ihre Bevölkerung finden konnten, schon mal zusätzliche Leistungen für die Import-Ärzte; Alpiarça bei Santarém zahlt ihnen ihre Rechungen für Wasser, Gas, Strom, TV und Internet, damit sie bleiben und für die siebentausend Einwohner medizinische Versorgung garantieren.
Nordportugal: Sprengstoff im Lieferwagen - Fahrer flieht mit Polizeifahrzeug.
Im spanischen Bermillo de Sayago - circa siebzig Kilometer nordwestlich von Salamanca und circa dreißig Kilometer vom nächsten Grenzübergang nach Portugal- haben Polizisten am Samstag bei einer Kontrolle einen französischen Lieferwagen mit brisanter Ladung gestoppt, berichtete die spanische Zeitung "El Mundo" in ihrer Online-Ausgabe.
Der Fahrer habe die Beamten bei der Kontrolle beiseite gestoßen und sei mit dem Polizeiwagen davongefahren. Er sei aber schließlich in Portugal festgenommen worden.
Angeblich gehörte der Festgenommene der Organisation ETA an, die seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs kämpft. rp-online vom 10.Januar 2010
Klimaerwärmung: Neun portugiesische Städte mit Temperaturen unter Null.
Auch heute morgen wurden in neun Städten auf dem portugiesischen Festland für wärmeverwöhnte Einwohner bittere Temperaturen unter Null registriert: gemessen wurden in Vila Real und Viana do Castelo -2,4º C, Viseu -2,1º C, Leiria -2,1º C, Bragança -1,8º C, Porto -1,3º C, Portalegre -1,1º C, Aveiro -0,3º C und Évora -0,1 º C.
Am kältesten war es im nordportugiesischen Penhas Douradas (Serra da Estrela) mit satten -7,1° C.
Die Algarve mit +4,2° C und Lissabon mit +3,7° C boten vergleichsweise moderate Temperaturen - ebenso Madeira und die Azoren mit +14° C beziehungsweise +15,2° C. correiomanha.pt und diário digital am 9.Januar 2010
Umstrittene Gesetzgebung: Ehe auch für Homosexuelle möglich. Adoptionsrecht zum Glück verhindert.
Das Parlament in Portugal hat die Einführung der Ehe zwischen homosexuellen Partnern beschlossen: Die Abgeordneten in Lissabon stimmten in erster Lesung einem Gesetzentwurf der "sozialistischen" Regierung von Ministerpräsident José Socrates zu.
Zugleich lehnten sie Entwürfe der Grünen und der Linken ab, Homosexuellen sogar das Adoptionsrecht zuzugestehen.
Auch wenn es – anders als in Spanien - zu keinen öffentlichen Protesten gegen die Einführung der "Homoehe" kam, ist das Thema umstritten.
"Portugal ist tief katholisch. Eine Umfrage zeigt, daß 49,5 Prozent der Bevölkerung gegen die gleichgeschlechtliche Ehe sind. Nur 45,5 Prozent sprechen sich dafür aus. Und gegen die Adoption durch homosexuelle Paare stellen sich sogar 68,4 Prozent." (taz.de, 8.1.2010)
Gegner der Gesetzes hatten eine Volksabstimmung über die Einführung der Ehe für Homosexuelle gefordert und dazu rund 90.000 Unterschriften gesammelt.
Homosexuellenverbände feierten den Ausgang der Abstimmung - aber sie wollen auch das Adoptionsrecht. Die Bewegung "Rosarote Panther" sprach wegen des Adoptionsverbots von einer "Ehe zweiter Klasse" und forderte ein Gesetz wie im benachbarten Spanien, wo gleichgeschlechtliche Eheleute Kinder adoptieren dürfen.
Der Gesetzentwurf muss nun vor seiner endgültigen Verabschiedung noch in diversen Ausschüssen behandelt werden. Damit das Gesetz in Kraft tritt, muß es danach vom konservativen Präsidenten Anibal Cavaco Silva unterzeichnet werden. gelesen auf n24.de am 8.Januar 2010
Ein weiterer Toter durch Grippe-Impfung.
Geimpft gegen das angeblich gefährliche, H1N1 genannte Virus, starb jetzt ein 79jähriger Mann in der ehemaligen portugiesischen Kolonie Macau. gelesen im correiomanha.pt am 8.Januar 2010
Lesen Sie auch auf polskaweb.eu: Weiterer Skandal um H1N1-Impfstoffe?
Strom teurer, Wasser vielleicht, Telecom-Festnetz-Telefonate am Wochenende gratis.
Die meisten Güter und Dienstleistungen behalten im Jahr 2010 ihre gegenwärtigen Preise, billiger wird nichts, teurer zum Beispiel der Strom. Die EDP erhöht die Preise für Normal-Endverbraucher auf dem Festland um 2,9 Prozent, auf Madeira um 2,4 Prozent und auf den Açoren um 2,1 Prozent. Neue Preistarife für Gas werden im Juli erwartet. Die Wasserpreise könnten sich in wenigen Monaten ändern, sobald die dafür zuständigen Gemeinden (autarquias) darüber beschließen.
Die Autobahn-Konzessionäre drehen ebenfalls an der Preisschraube: Erhöhungen gibt es auf der A2/A12 (Palmela/Setúbal und Montijo-Pinhal), später auf der A5 (Cascais/Lissabon).
Portugal Telecom will die Preise für Festnetzgespräche um 10,5 Prozent senken und ab sofort Festnetzgespräche am Wochenende grundsätzlich gratis anbieten. Económico am 3.Januar 2010
Mehr Menschen müssen in Armut leben.
Die Zahl der Sozialhilfeempfänger ("Rendimento Social de Inserção") stieg im Dezember des vergangenen Jahres im Vergleich zum Vormonat um 28.000; derzeit erhalten rund 395.000 Personen diese geringfügige Sozialleistung.
Offiziell gilt rund ein Fünftel von Portugals 10,6 Millionen Einwohnern als arm. Die Eurostat-Studie "The Social Situation in the European Union 2007" schätzt die Zahl der Armen auf 2,135 Millionen. Fast 960.000 von ihnen müßten mit weniger als 10 Euro pro Tag leben, so die Studie, die Portugal im EU-Vergleich (ohne Rumänien und Bulgarien) einen unrühmlichen Superlativ zuweist. Lesen Sie mehr über Armut in Portugal in einem Artikel auf nzz.ch
Staatspräsident Cavaco Silva: Schöne Worte zum Jahresanfang.
Das Jahr 2010 sei potentiell "explosiv", meinte Silva in seiner Neujahrs-Ansprache. Die Parteien sollten einen "Pakt schließen", um die "doppelte Krise der wirtschaftlichen Entwicklung und der Werte" zu bewältigen.
Silva betonte insbesondere die Werte der Familie, der Republik ("ética republicana") und das Vertrauen in die staatlichen Institutionen und in die Justiz. "Die Portugiesen sollten Gewißheit darüber haben, daß in ihrem Land Gerechtigkeit herrsche und niemand über den Gesetzen stehe." Diário de Notícias vom 2.Januar 2010
Erzkardinal von Lissabon: 'Nein' zur Homosexuellen-Heirat.
Auf einer "tausendjährigen Kultur" basiere die Institution Familie, "ein Vertrag zwischen Mann und Frau". Eine Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen würde diese zivilisatorische Errungenschaft in Frage stellen. Das erklärte D. José Policarpo, Erzkardinal von Lissabon, in einem Interview mit der katholischen Nachrichtenagentur Ecclesia. Gegen das Zusammenleben von gleichgeschlechtlichen Partnern könne jedoch "in einer Demokratie niemand ernsthaft etwas einwenden". correiomanha.pt am 1.Januar 2010
Verfassungsgericht: Autofahrer dürfen Blutprobe beim Alkoholtest verweigern.
Auch in Portugal muß das Verfassungsgericht den Regierenden auf die Finger schauen: bei der Änderung der Straßenverkehrsordnung (Código da Estrada, nº.8 do artigo 153) im Jahre 2005 hatten diese das bis dahin geltende Recht eines Autofahrers, eine Blutabnahme zur Untersuchung des Alkoholgehaltes zu verweigern, einfach unter den Tisch fallen lassen.
Eine Verweigerung des Bluttestes gegenüber der bestiefelten Polizeieinheit GNR (Guarda Nacional Republicana) oder der PSP (Polícia Segurança Pública) wurde seitdem als Zuwiderhandlung (crime de desobediência) geahndet. Zu Unrecht, wie das Verfassungsgericht (Tribunal Constitutional) jetzt feststellte. Die genannte Änderung der Straßenverkehrsordnung hätte nur das Parlament beschließen können; stattdessen hatte die damals herrschende Regierung das Parlament umgangen und im Alleingang entschieden.
GNR und PSP wollen bis auf weiteres weiterhin Blutproben von alkoholisierten Verkehrsteilnehmern einfordern. Costa Lima, Sprecher der GNR: "Es obliegt nicht der GNR, ein Gesetz zu interpretieren, sondern es anzuwenden. Für eine Interpretation sind die Gerichte zuständig."
Betroffene Autofahrer können sich derzeit zwar auf das Urteil des Verfassungsgerichtes berufen ("Essa prática já foi declarada inconstitucional"), müßten es im Konfliktfall allerdings auf eine Auseinandersetzung vor Gericht ankommen lassen. Diário Nacional vom 28.Dezember 2009
Innovative TAP: Coole PR-Aktion auf dem Flughafen Portelas.
LISSABON – Portugiesische Flughafen-Mitarbeiter versetzten wartende Flugreisende mit einer Spontan-Tanzshow in gute Laune; die Passagiere waren vorgestern genervt: wegen des schlechten Wetters hatten zahlreiche Flüge Verspätung oder fielen gar ganz aus. Doch eine kleine geile action brachte die Leute zum Schmunzeln:
Aus den Lautsprechern erschallte zuerst eine Ansage, dann ein Weihnachtslied – und plötzlich stand die Dame vom Check-In auf ihrem Schaltertisch und begann Playback zu singen.
Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen taten es ihr nach: Mitten in der Schalterhalle legten die Uniformierten offenbar einstudierte Choreografien zu den Hits «Stayin’ Alive» oder «Dancing Queen» aufs Parkett. Nach einigen Minuten war der Spuck vorbei... mehr auf blick.ch vom 25.Dezember 2009
Falsche Kripo späht Bankdaten aus.
Bis zu einer Million portugiesische PC-Besitzer -so die Schätzung eines Polizei-Experten- erhielten gestern Post von der Kripo, abgeschickt als emails von brasilianischen Computerservern. Aber: das auf den angehängten pdf-Dokumenten abgedruckte Logo der Polícia Judiciária sah zwar absolut echt aus, war es jedoch nicht.
Die Fälschungen bemerkten viele Empfänger erst, als sie der "amtlichen" Aufforderung, als Verdächtige in einem Pädophilie-Fall bei der Polizei auszusagen, Folge leisteten und tatsächlich bei vielen Kripo-Dienststellen des Landes erschienen.
In den versendeten und von den Empfängern dummerweise geöffneten pdf-Dokumenten waren kleine Computerprogramme versteckt, welche Bankdaten der Empfänger ausspähen sollten. Bereits im Oktober dieses Jahres hatte es einen solchen "pishing" genannten Versuch, auf elektronischem Wege Zugriff auf fremde Bankkonten zu erlangen, in Portugal gegeben. gelesen auf correiomanha.pt am 19.Dezember 2009
Ministerrat billigt Entwurf: Heirat möglich für Schwule und Lesben.
Portugal erlaubt die Ehe für homosexuelle und lesbische Personen. Der Ministerrat der Regierung billigte in Lissabon einen Entwurf zur entsprechenden Gesetzesänderung. Ein Kind adoptieren dürfen schwule oder lesbische Partnerschaften sinnvollerweise auch nach dem neuen Gesetz nicht.
6.0 auf der Richterskala: Zwei-Minuten-Erdbeben 100 km vor Portugal.
Drei Erdbeben wurden heute am frühen Morgen auf dem portugiesischen Festland sowie auf der Insel Madeira registriert; gegen 1.40h das erste - mit 6.0 Grad auf der Richter-Skala das stärkste und mit einer Dauer von zwei Minuten das längste - in einer Entfernung von nur 100 km von der Südwestspitze Portugals im Atlantik; zwei Nachbeben mit einer Stärke von 2.1 beziehungsweise 2.9 folgten eine halbe Stunde später.
Nach Angaben der Zivilschutzbehörde Autoridade Nacional de Protecção Civil entstanden keine Sachschäden. correiomanha.pt am 17.Dezember 2009 + siehe auch handelsblatt.com
Seit 2004: 9.000 Personen an den Folgen von Über-Ernährung gestorben.
Alle reden (noch) über 3 Grippetote, aber keiner über 1.500 Tote, die in Portugal pro Jahr sterben wegen Übergewicht beziehungsweise Überfettung. ADEXO, eine Vereinigung übergewichtiger und ehemals übergewichtiger Menschen (Associação de Obesos e Ex-obesos de Portugal), hat nun darauf hingewiesen, daß seit dem Jahr 2004 mehr als neuntausend Menschen in Portugal an den Folgen ihrer Fettsucht (obesidade) gestorben sind.
Jüngsten Studien zufolge bringt mehr als die Hälfte der portugiesischen Bevölkerung zuviel Körpergewicht auf die Waage. Rund 14 Prozent, darunter zunehmend viele Jugendliche, leiden an massiver Verfettung. mehr auf público.pt vom 15.Dezember 2009
A-soziale Marktwirtschaft im neuen Europa: 475 Euro-Minimumlohn im Jahr 2010 für weitere fünfhunderttausend Arbeiter.
Tolle Bekanntgabe des Arbeitsministeriums: Bleiben die Arbeitslöhne für insgesamt 2,3 Millionen Arbeiter auch im nächsten Jahr auf demselben niedrigen Niveau hängen wie bisher, erhalten weitere 500.000 von ihnen nur noch gerade mal soviel wie der gesetzlich garantierte Niedrigstlohn - wenn dieser endlich, wie die Sozialdemokraten schon seit 2006 versprochen haben, im Jahr 2010 auf 475 Euro pro Monat angehoben wird. Derzeit liegt er sogar noch bei nur 450 Euro. Público.pt am 10.Dezember 2009
Parallel zu diesem stetigen Lohn-Abbau sind im "Lissaboner Vertrag" der EU jährlich wachsende Ausgaben aller Mitgliedsstaaten für Rüstungsgüter vertraglich fixiert.
Joseph Alois Ratzinger kommt nach Portugal.
Im kommenden Frühling, vom 11. bis 14. Mai wird Joseph Alois Ratzinger, alias Papst Benedikt XVI., drei Heilige Messen in Portugal abfeiern, erklärte Auxiliar-Bischof Dom Carlos Azevedo am Dienstag in Lissabon.
Der Papst wird kurz nach der Ankunft in Lissabon einen Gottesdienst am Abend des 11. Mai feiern, wahrscheinlich am Ufer des Tejo-Flußes, eine zweite Messe im Wallfahrtsort Fatima sowie eine dritte in Porto. In Fatima wird Joseph Alois Ratzinger am 13. Mai an den Feierlichkeiten zum Jahrestag der sogenannten Marienerscheinung von 1917 teilnehmen; damals hatten einfache Leute vom Lande ein Lichtflackern am Himmel gesehen. gelesen am 9.Dezember 2009
Im Würgegriff der Pharmaindustrie: Kostenexplosion in Krankenhäusern.
Die unternehmerisch geführten öffentlichen Krankenhäuser (hospitais públicos com gestão empresarial, EPE) melden horrende Kostensteigerungen: Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 mehr als 22 Prozent, entsprechend 218 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Auch vom staatlichen Tagesklinik-System SNS (Serviço Nacional de Saúde) wird ein riesiges Defizit berichtet: Mehr als 71 Millionen Euro wurden hier im Zeitraum Januar bis September 2009 ausgegeben als tatsächlich auf den Bankkonten der SNS vorhanden war.. Im portugiesischen Staatshaushalt schlagen die Kosten des SNS mit 6,125 Milliarden Euro zu Buche. Económico am 6.Dezember 2009
5.000 Praktikumsstellen für Jugendliche geplant.
José Sócrates will im Bereich der öffentlichen Verwaltung fünftausend Praktikumsstellen für arbeitsuchende Jugendliche schaffen. Diese Absicht gab der portugiesische Ministerpräsident auf dem gestern beendeten 18. Kongress des Gemeindeverbandes ANMP (Associação Nacional de Municípios Portugueses) bekannt.
Zweitausend dieser geplanten Stellen sollen in den Rathäusern (câmaras municipais) bereitgestellt werden. Sócrates äußerte sich jedoch nicht dazu, wann ungefähr die ersten Stellen zur Verfügung stehen werden.
Derzeit werden in Portugal ungefähr fünfhundert Personen täglich arbeitslos, sechshunderttausend sind es bereits. Económico am 6.Dezember 2009
Interview mit J. Sócrates zum Thema Europa, wirtschaftliche Entwicklung etcetera auf euronews.net
Umweltgruppe: 'Ein Tag ohne Einkauf'.
"Ein Tag ohne Einkauf' - was in den Vereinigten Staaten von dortigen Organisationen seit rund zehn Jahren gegen 'zügellosen Konsum' propagiert wird, versucht nun die Gruppe GAIA (Grupo de Acção e Intervenção Ambiental) in Portugal zu etablieren. Ab Samstag dieser Woche gehen GAIA-Aktivisten auf die Straßen, um ihre Anti-Konsumterror-Aktion bekannt zu machen. diário digital vom 27.November 2009
'Schweinegrippe' läßt die meisten kalt: PR der Impf-Apologeten fruchtet wenig.
Todesfälle und mögliche medizinische Langzeitschäden im Zusammenhang von Grippe-Impfungen sind für die geistigen Vertreter der Pharmaindustrie in den Gesundheitsämtern weiterhin nicht von allzu großem Interesse - außer sie stören beim bisher schleppenden Abverkauf der Impfdosen.
Nach dem Tod eines ungeborenen KIndes kurz nach einer erfolgten Impfung gegen die sogenannte Schweinegrippe (siehe weiter unten) ist die Zurückhaltung schwangerer Frauen in Sachen Impfung groß. Zahlen der Gesundheitsbehörde DGS liegen jetzt vor: nur 8,3 Prozent aller derzeit schwangeren Frauen (vierter bis letzter Monat Schwangerschaft) haben sich bisher impfen lassen - in absoluten Zahlen fünf- von sechzigtausend.
Kommentar der DSG-Funktionärin (subdirectora-geral der Direcção-Geral de Saúde) Graça Freitas: Die Frauen waren von den Ärzten aufgefordert worden, sich impfen zu lassen, aber erschienen nicht am vorgemerkten Tag zur Impfung in den Tageskliniken.
Für den Chef (director-geral) der DSG, Francisco George, ist klar woran das liegt: "An der übermäßigen Berichterstattung über tödliche Zwischenfälle, die aber mit der Impfung nichts zu tun haben."
In Portugal haben sich bisher rund 96.000 Personen impfen lassen. Vasco Maria, Präsident des Pharmaverbandes Infarmed, garniert die Thematik mit kühlen Worten: "Es gibt keine hundertprozentig sicheren Medikamente." correiomanha.pt am 26.November 2009
Gewerkschafterin: In Portugal fehlen 21.000 KrankenpflegerInnen.
Katastrophalen Personalmangel im medizinischen Pflegebereich konstatiert Isabel Barbos, Vorsitzende der Lissaboner Krankenpflege-Gewerkschaft Direcção Regional de Lisboa do Sindicato dos Enfermeiros Portugueses (SEP).
Im Distrikt Lissabon fehlen allein im Bereich der Tageskliniken centros de saúde rund 1.000 Pflegekräfte, landesweit seien es, gemessen an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO, rund 5.000. In Lisboa, Setúbal und Santarém seien die defizitären Zustände in den Tageskliniken am schlimmsten. Zudem würden zunehmend Kettenarbeitsverträge -zusätzlich zu vielen schon seit mehr als fünf Jahren bestehenden- abgeschlossen mit Pflegepersonal, das vom Bedarf her ohnehin dauerhaft zur Verfügung stehen müßte.
Rechnet man den Personalmangel im Pflegebereich der Krankenhäuser, der Dauerpflege sowie der Palliativmedizin hinzu, käme man auf rund 21.000 fehlende Fachkräfte landesweit. Gelesen auf Público.pt am 26.November 2009
Katholiken gegen Homo-Ehe, aber Sócrates beharrt auf neuem Gesetz.
Premierminister Sócrates will noch vor Weihnachten eine gesetzliche Regelung zur gleichgeschlechtlichen Ehe einführen. Gegner seiner Minderheitsregierung werfen Sócrates vor, damit von anderen Versäumnissen ablenken zu wollen.
Noch vor einem Jahr hatte Sócrates' Partei gegen einen ähnlichen Entwurf des Linksblocks gestimmt. Diese Kehrtwende ist einerseits als eine Annäherung der sozialistischen Minderheitsregierung an die Linksparteien im Parlament zu verstehen, mit deren Stimmen das Gesetz verabschiedet werden soll.
Martim Figueiredo, Chefredakteur der Tageszeitung "i", glaubt, daß Sócrates die sogenannte Homo-Ehe außerdem für seine politischen Ziele mißbraucht: "Sócrates sucht einerseits einen Weg, um wirtschaftliches Wachstum zu erzeugen. Das sind die öffentlichen Investitionen in die Infrastruktur. Und andererseits ist er auf der Suche nach einem Markenzeichen, das für Innovation steht. Die Homo-Ehe soll ihm nun den Anschein eines modernen Premierministers geben." gelesen auf dradio.de am 23.November 2009
siehe auch Deutsche Welle-world.de vom 25.November 2009 ("Portugals Premierminister Sócrates möchte eine gesetzliche Regelung zur gleichgeschlechtlichen Ehe einführen. Gegner seiner Minderheitsregierung werfen Sócrates vor, damit von anderen Versäumnissen ablenken zu wollen.")
"Face Oculta" oder die Politik-Nähe mafiösen Geschäftsgebarens.
Portugals Öffentlichkeit wird mit einer "face oculta" genannten Korruptionsaffäre konfrontiert, die sich in der finanziell lukrativen Entsorgungsbranche abspielt.
Im Distrikt Aveiro ermitteln Justiz und Polizei gegen mehr als ein Dutzend Verdächtige - darunter Angehörige der sozialdemokratischen Partei 'PS'. Auch ein alter Freund von Premierminister José Sócrates (PS) steht im Visier der Ermittlungen, in deren Verlauf Telefongespräche von Beteiligten abgehört worden waren. mehr auf nzz.ch vom 23.November 2009
Pädophilen-Prozeß Casa Pia: Bisher 450 Verhandlungstage.
Seit fünf Jahren wird der spektakuläre Mißbrauchs-Prozeß vor Gericht verhandelt - bald kann der fünfhundertste Verhandlungstag 'gefeiert' werden. Verschleppungstaktik werfen Kritiker den Anwälten der teils prominenten Angeklagten vor; diese sollen Heimkinder der Lissaboner Einrichtung Casa Pia jahrelang sexuell mißbraucht haben. Zu den sieben Beschuldigten gehören der ehemalige TV-Show-Prominente Carlos Cruz und der Ex-Botschafter Jorge Ritto.
Auch der ehemalige sozialdemokratische Innenminister Ferro Rodrigues und der ehemalige Arbeits- und Sozialminister Paulo Pedroso -gegen letzteren wurde Anklage erhoben, nach einigen Monaten Untersuchungshaft für Pedroso jedoch wieder fallengelassen- befanden sich im Kreis der Verdächtigen.
Mißbrauchte Heimkinder, die sich unter anderem dem Vorwurf der Prostitution ausgesetzt sahen, hatten ihre Peiniger bei polizeilichen Vernehmungen identifiziert. Sichergestellte Fotos, welche unbekleidete Erwachsene und Kinder zeigten, waren aus einem Polizeitresor verschwunden. Ex-Staatssekretärin Teresa Costa Macedo gab vor Gericht an, entsprechende Fotos gesehen zu haben. Während des bisherigen Prozesses sahen sich Beteiligte auch Morddrohungen ausgesetzt.
Schwangere verliert Kind nach Impfung - Gesundheitsbehörde ärgert sich trotzdem über Impfkritik.
Der Chef der Gesundheitsbehörde Direcção Geral de Saúde, Francisco George, besteht trotz einer nach Grippeimpfung aufgetretenen Totgeburt in Portalegre und weiteren Todesfällen in anderen europäischen Ländern darauf, daß die Grippe-A-Impfung sicher sei - sogar für Schwangere. Trotzdem auch die Ärzteorganisation Ordem dos Médicos sich für die Impfung ausgesprochen hatte, ist das Interesse der portugiesischen Bevölkerung an der konzertierten Pharma-Aktion gering. correiomanha am 22.November 2009
Tod durch Schweinegrippe-Impfung.
Ein 55-jähriger Deutscher ließ sich gegen den H1N1-Virus impfen - einen halben Tag später war er tot. Nach Presse-Informationen hatte sich der Mann am Donnerstagmorgen impfen lassen und starb dann in der Nacht zu Freitag bei sich zu Hause. Über Vorerkrankungen oder Unverträglichkeiten des Verstorbenen sei nichts bekannt.
Bereits einige Tage zuvor war eine 65jährige mit Vorerkrankungen einige Stunden nach der Schweinegrippe-Impfung gestorben.
Sozialdemokratischer Staatsbonus für die Armen: Renten unter 630 Euro sollen um 1,25 Prozent erhöht werden.
Premierminister und Sozialdemokrat José Socrates hat angekündigt, daß die Renten unter 630 Euro/monatlich demnächst um 1,25 Prozent erhöht werden. Rund 1,6 Millionen Portugiesen erhalten derzeit diese Mini-Rente. (diário digital vom 5.November 2009 und correiomanha.pt vom 5.November 2009)
Lissaboner Fußball-Chaos: Schüsse im Stadion.
Mit Stockschlägen und Warnschüssen in die Luft hat die Polizei in Lissabon am Sonntagabend die aufgebrachten Anhänger des Traditionsclubs Sporting auseinandergetrieben. Die Fans protestierten lautstark gegen die schlechten Leistungen der "Löwen", die Polizei konnte eine Invasion in den VIP-Bereich im Stadion im letzten Moment verhindern. express.de am 2.November 2009
Angst vor Überfällen: Bürger fragen nach Waffenlizenzen.
Rund 29.000 Lizenzen zum Tragen von Schußwaffen sind bisher in Portugal vergeben worden - bis zum Jahr 2006, in welchem ein neues Gesetz zum Besitz von Waffen verabschiedet wurde. Seitdem sind Antragsteller verpflichtet, einen Ausbildungskurs zu absolvieren, die Vergabe von neuen Lizenzen liegt seitdem auf Eis.
3774 Lizenz-Anträge liegen der zuständigen Polizeibehörde PSP derzeit vor, berichtet Diário Digital am 2.November 2009. Antragsteller kommen aus allen Gesellschaftsschichten und Berufen - die meisten sind Geschäftsleute, die sich zudem über mangelnde Polizeipräsenz beklagen.
An fünfter Stelle der an Schußwaffen Interessierten befinden sich überraschenderweise Ärzte. Mário Jorge Neves von der Ärztevereinigung Federação Nacional dos Médicos: das könne daran liegen, daß Ärzte oft nachts Patienten aufsuchen, sei es in isolierter Lage auf dem Lande oder in städtischen Zonen.
Vergleichsdaten, beispielsweise zwischen regionalen Kriminalitätsraten und vergebenen beziehungsweise beantragten Lizenzen konnten bisher nicht erhoben werden; erst seit 2008 ist die entsprechende Datenverarbeitung im Sistema de Informação e Gestão de Armas e Explosivos (SIGAE) der PSP (Policia Segurança Pública) zentralisiert worden.
José Saramago: Alters-Weisheit gegen religiöses Spinnertum - Die Leser seines neuen Buches müssen "erkennen, daß sie jeden Tag manipuliert würden".
Literaturnobelpreisträger Jose Saramago treibt seine Landsleute in Portugal auf die Barrikaden. Bei der Vorstellung seines neuen Buches "Caim" ("Kain") startete der bald 87jährige dieser Tage einen sogar für ihn, den bekennenden Atheisten und Kommunisten, ungewöhnlich furiosen Rundumschlag gegen Gott, die Bibel und die Kirche.
Die Bibel sei "ein Katalog von Grausamkeiten", Gott rachedurstig, eifersüchtig und nicht über den Weg zu trauen. Reaktionen, unter anderem: In Zeitungskommentaren wird der Autor von "Stadt der Blinden" unter anderem als "Ignorant" und als "Ketzer", als "verbittert" und "publicitygeil" beschimpft.
Der sozialdemokratische Euroabgeordnete Mario David rief Saramago auf, "schnellstens" die Staatsbürgerschaft von Portugal aufzugeben. standard.at vom 29. Oktober 2009
380.000 Sozialhilfeempfänger.
Die Zahl der Empfänger von Sozialhilfe (Rendimento Social de Inserção, RSI) hat sich bis September dieses Jahres um mehr als 15 Prozent erhöht. Pro Person werden durchschnittlich 93 Euro monatlich gezahlt. diário digital vom 28. Oktober 2009
Sozialpolitik auf Portugiesisch: Pensionen über 5000 Euro steigen um 31 Prozent.
Verbraucherschutzorganisation DECO: 40.000 ältere Menschen hungern.
Keine große Werbung machte die Socrates-Regierung mit zurückliegenden Änderungen hinsichtlich der Höhe von Pensionszahlungen. Zahlen der Sozialversicherung Instituto da Segurança Social, die jetzt veröffentlicht wurden, belegen einen spektakulären Dauerbonus für genau 751 Pensionäre, deren Pension monatlich ohnehin bereits über 5030 Euro liegt: demnach ist deren Pension nun, im Vergleich zum Jahr 2006, um satte 31 Prozent angestiegen.
Eine eingehende Befragung, welche die Verbraucherschutz-Organisation DECO (Associação Portuguesa para a Defesa do Consumidor) zu Beginn dieses Jahres durchführte, kam zu dem Ergebnis, daß mindestens vierzigtausend ältere Menschen zwischen 65 und 79 Jahren, die nicht in Senioreneinrichtungen sondern zuhause leben, nicht über die geldlichen Mittel verfügen, um sich genügend Lebensmittel zu kaufen und damit ihren Hunger zu stillen. Auch führten die hohen Preise dazu, daß billige, nicht gesunde Lebensmittel konsumiert werden müssen. aus: Correiomanha und diário digital vom 27. Oktober 2009
Informatikzentrum der Regierung geknackt - wer war's?
Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen, welche Unbekannten sich Zugang zu internen Datennetzen der portugiesischen Regierung sowie einiger Ministerien verschafft haben, hat die Kripo (PJ) jetzt vier Wohnungen und die Büroräume einer Lissaboner Firma namens Trusted Technologies durchsucht.
Dabei wurde Hard- und Software, darunter Ver- und Entschlüsselungs-Programme, beschlagnahmt.
Bereits im März dieses Jahres hatte das Munk Centre for International Studies der kanadischen Universität von Toronto aufgrund eigener Untersuchungen erklärt, daß ein in China ansässiges Unternehmen namens Ghostnet es geschafft hätte, in mehr als tausend Computer von Ministerien, Botschaften und anderen Institutionen von einhundertunddrei Ländern, darunter auch Portugal, illegal einzudringen.
Die beiden festgenommenen Inhaber der genannten Firma Trusted Technologies werden von der ermittelnden Behörde DCIAP (Departamento Central de Investigação e Acção Penal ) verdächtigt, beim Schnüffeln auf den Datenservern des portugiesischen Centro de Gestão da Rede Informática do Governo (Ceger) eine aktive Rolle gespielt zu haben.
Die Beschuldigten erklären im Gegenzug, sie wären ihrerseits, und zwar im September dieses Jahres, in die Server der Firma Ghostnet eingedrungen und dort auf Informationen gestoßen, wie in Datenserver des portugiesischen Justizministeriums eingedrungen werden könne; darüberhinaus hätten sie Material über das Computersystem, welches die portugiesischen Wahlen datentechnisch verwaltet, Dokumente der Kripo und email-Verkehr höherer Justizstellen gefunden.
Die Ermittler halten diese Erklärunge der beiden Festgenommenen für wenig glaubwürdig, da die Server der chinesischen Ghostnet durch Gegenattacken verschiedener westlicher Institutionen und Universitätsabteilungen bereits ein halbes Jahr vor dem Eindringen durch die beiden Lissaboner Informatikspezialisten geknackt worden waren. aus: público.pt vom 24. Oktober 2009
Umweltschützer klagen in Brüssel: "Ministerium manipuliert Menge des zu recycelnden Plastikmülls".
Portugal muß EU-Vorschriften bei der Müllbeseitigung erfüllen - dabei deklariert das portugiesische Umweltministerium gegenüber Brüssel bedeutend weniger Mengen an Plastikmüll als tatsächlich vorhanden; mit diesem Vorwurf muß sich das Ministerium jetzt auf juristischer Bühne auseinandersetzen.
"Dadurch verschwinden durch administrativen Beschluß mehr als die Hälfte aller Müll-Plastikverpackungen von der Bildfläche", erläutern die drei Umweltorganisationen "Quercus", das "Movimento Pró Informação, Cidadania e Ambiente" und die "Associação de Defesa do Ambiente de Loures".
Die genannten Organisationen, zusammengeschlossen in der "Plataforma Ambiental de oposição à Fusão Valorsul-Resiostes", haben deshalb in Brüssel Rechtsklage gegen Portugal eingereicht.
Die Regierung ist mit der Schaffung eines Müllverwertungssystems in der Region Lissabon befaßt. Die Umweltschützer befürchten, daß weniger Abfall recycelt wird als tatsächlich von Brüssel gefordert.
Der Umweltminister bezeichnete die Behauptungen der Umweltschützer als "diffamierend, täuschend und jeder Grundlage entbehrend"; die nach Brüssel übermittelten Zahlen über die Müllmengen beruhten auf verläßlichen Angaben. (público.pt vom 23. Oktober 2009)
José Socrates stellt seine neue Regierung vor.
In den wichtigsten Ressorts gibt es keine Änderung: Luís Amado behält die Führung im Aussenministerium, Fernando Teixeira dos Santos bleibt Finanzminister und Ana Jorge Gesundheitsministerin. Als wichtigster Wechsel gilt die Ablösung des bisherigen Verteidigungsministers Severiano Teixeira durch Augusto Santos Silva.
Acht der insgesamt 15 Minister kommen neu ins Kabinett. mehr: südostschweiz.ch vom 22. Oktober 2009
Massenimpfung gegen Grippe: Gesundheitsministerin Ana Jorge möchte lieber nicht.
Die konzertierte Aktion zwischen Regierung und Pharmaindustrie kommt jetzt zu Potte: Ab nächste Woche wird durchgeimpft. Die ersten (54.000) Impfdosen sind ausgeliefert worden.
Gesundheitsministerin Ana Jorge erklärte auf Befragen der Presse, sie wisse noch nicht, ob sie selbst sich impfen lassen soll. Für sie "als Kinderärztin bestehe zur Zeit keine Indikation, sich impfen zu lassen." Und weiter: "In klinischer Hinsicht sind die diagnostizierten Neuerkrankungen nicht schwerwiegend." aus: correiomanha.pt vom 21. Oktober 2009
Strompreise: Ab 2010 knapp drei Prozent Preiserhöhung.
Ab dem kommenden Jahr sollen Kleinverbraucher in Portugal monatlich 2,9 Prozent mehr für ihre Stromlieferungen bezahlen, so der Vorschlag der Regulierungsbehörde ERSE (Entidade Reguladora dos Serviços Energéticos).
Rund 5,3 Millionen Stromkunden haben durchschnittlich 39 Euro Stromkosten pro Monat in ihrem Haushaltsbudget, die angepeilte Preiserhöhung bedeutet etwas mehr als 1 Euro zusätzliche Kosten.
Ein von den Sozialdemokraten geschaffenes Gesetz aus dem Jahr 2008 zwingt die Verbraucher ab 2010, zum Abbau des angehäuften Defizits bei den Stromlieferanten beizutragen. Das Defizit beläuft sich zur Zeit auf zwei Milliarden und einhundertundneunzig Millionen Euros. mehr: diário digital vom 15.Oktober 2009
Portugal: Staatszirkusse sollen Tiere abschaffen.
Der europäische Zirkusverband ECA will gegen Portugal prozessieren - denn das Land verbietet neuerdings aufgrund Brüsseler Vorschriften seinen staatlichen Zirkussen, wilde Tiere wie Bären, Elefanten und Tiger zu halten oder deren Vermehrung zu ermöglichen.
Auch Österreich hat bereits im Jahr 2005 entsprechende gesetzliche Vorschriften erlassen - aber diese bisher nicht realisiert.
Keinen Bock auf Kommunalwahl: 41 Prozent NichtwählerInnen.
Auch Portugiesen verlieren das Interesse an ihren Politikern: Die Wahlbeteiligung bei den autarquias-Wahlen schrumpfte auf 59,01 Prozent.
Ergebnisse: Die Sozialdemkokraten (PS) erzielten am vergangenen Sonntag starke Gewinne. Nach den amtlichen Endergebnissen erhöhte die PS die Zahl der von ihr gestellten Bürgermeister von 110 auf 131.
Die konservative PSD, die auf nationaler Ebene die stärkste Oppositionspartei ist, verlor nun die Macht in 19 Städten und Gemeinden.
Die PSD stellt nach dieser Wahl noch 117 von insgesamt 308 Bürgermeistern. In der Hauptstadt Lissabon behält PS-Bürgermeister Antonio Costa seinen Posten. Der PSD-Politiker Rui Rio bleibt in der nördlichen Metropole Porto an der Macht. mehr: Schweizer Tageblatt vom 12. Oktober 2009
Wahlergebnis: http://www.autarquicas2009.mj.pt/
Nach der Wahl: Socrates ohne komfortable Mehrheit.
"Die neue Regierung Sócrates wird unter ganz anderen Bedingungen ihre Arbeit aufnehmen als in der vergangenen Legislaturperiode. Die Sozialisten haben viel weniger Abgeordnete. Und obwohl sie kurz vor der Wahl noch einmal nach links steuerten, stellt ein Großteil der Zivilgesellschaft ihre Arbeit infrage. Es wird ihr sehr schwer fallen, politische Allianzen zu formen und ihre Politik durchzusetzen." Das erklärt Marco Lisi von der Universität Lissabon, der eine Studie über die portugiesischen Sozialisten verfasst hat.
Schon bei der Verabschiedung des Haushaltes für 2010 ist José Sócrates auf andere Parteien angewiesen. Theoretisch ist eine Koalitionsregierung mit dem Linksblock und der kommunistischen Partei zwar möglich. Die ideologischen Unterschiede zwischen den gemäßigten Mitte-Links-Sozialisten und den dogmatischen Kommunisten scheinen jedoch so unüberbrückbar, dass wohl kein stabiles Bündnis zustande kommen wird. Wenn José Sócrates mit einer Minderheit regieren will, muss er noch eine Eigenschaft pflegen, die er bisher sträflich vernachlässigt hat: die Dialogbereitschaft. mehr: Deutschlandfunk, dradio.de vom 12.Oktober 2009
Lissabon, Casa Pia: Zwanzig Journalisten vor Gericht.
Achtzehn erschienen zum Gerichtstermin, zwei entschuldigten sich: Alle Zwanzig sind angeklagt, in ihren Presse- beziehungsweise TV-Berichten aus nicht-öffentlichen Ermittlungs-Akten des Pädophilen-Prozesses Casa Pia zitiert und sich damit einer Verletzung von Justizgeheimnissen (violação de segredo de Justiça) schuldig gemacht zu haben.
Im spektakulären Casa Pia-Prozeß sind beziehungsweise waren unter anderem landesbekannte TV-Prominente und Minister angeklagt beziehungsweise beschuldigt, jahrelang Kinder des Lissaboner Kinderheims Casa Pia sexuell mißbraucht zu haben.
Anfang Oktober 2009 wurde in dem langwierigen und von den Anwälten der Angeklagten juristisch torpedierten Prozeß der 442. Sitzungstag absolviert.
Nächster Verhandlungstag im Prozeß gegen die Journalisten ist der 20. Oktober. Die Maximalstrafe bei Verletzung des Justizgeheimnisses beträgt zwei Jahre Haft beziehungsweise 240 Tagessätze Geldstrafe. mehr: correiomanha.pt vom 7.Oktober 2009
Kommunalwahlen: Konservative verlieren.
Die konservative PSD hat Stimmen bei den Kommunalwahlen verloren. Hatte sie im Jahr 2005 noch in 157 Autarquias die Stimmenmehrheit erzielen können, sind es nun offenbar 19 weniger Bürgermeister-Stellen (Presidências), die sie besetzen kann.
Die Sozialdemokraten (PS) können das beste Ergebnis in der Geschichte der Kommunalwahlen erreichen. mehr: Económico am 12.Oktober 2009
EU-Vertrag von Lissabon: regelmäßige Aufrüstung vertraglich vorgeschrieben.
Im Dezember 2007 unterzeichneten die 27 Staats- und Regierungschefs der Union in Portugals Hauptstadt Lissabon den EU-Vertrag. Der Vertrag von Lissabon, wie er auch genannt wurde, ersetzt die ursprünglich geplante EU-Verfassung, nachdem die Franzosen und Niederländer diese 2005 bei ihren Volksabstimmungen abgelehnt hatten.
Im Lissaboner Vertrag sind Klauseln enthalten, nach denen EU-Mitgliedsstaaten künftig unter Vermeidung nationaler Parlamentsentscheidungen verpflichtet werden, regelmäßig ihren Verteidigungshaushalt aufzustocken sowie Entscheidungen über Kriegseinsätze dem Kommando des EU-Ministerrates über eine künftige europäische Armee zu überlassen.
2009: 77.000 Hektar Wald- und Buschfläche in Portugal vom Feuer vernichtet.
Von den 77.000 Hektar Wald- und Buschfläche, die bis zum 30. September dieses Jahres vor allem im Norden des Landes durch Feuer vernichtet wurden, gehörten 11.000 Hektar zu Naturschutzgebieten (zum Beispiel Serra do Montemuro), heißt es in einer Mittteilung der Einrichtung "Europäisches Waldbrand-Informationssystem" (Agência Europeia para a Monitorização dos Fogos Florestais, EFFIS).
Rund vierzig Prozent der Brände entstehen in den Sommermonaten August und September und hauptsächlich nachts. Es wird davon ausgegangen, daß zahlreiche Feuer gelegt werden, um das vollständige Zuwuchern von Vieh-Weideflächen zu verhindern. Experten empfehlen deshalb ein kontrolliertes Abbrennen von entsprechenden Flächen, um die Lebensgrundlage von Viehbesitzern und Hirten sicherzustellen.
In Veröffentlichungen des EFFIS heißt es weiter: "Während in diesen Sommer in mehreren Mitgliedstaaten gleichzeitig Waldbrände wüteten, bestand in anderen Mitgliedstaaten eine hohe Brandgefahr. In dieser Situation konnten die Mitgliedstaaten für die Brandbekämpfung aus der Luft nur begrenzte Unterstützung bereitstellen, die sich ungleich auf die betroffenen Länder verteilte.
Dies zeigte, das möglicherweise keine ausreichenden Kapazitäten vorhanden sind, um von größeren Katastrophen betroffenen Mitgliedstaaten zu helfen, wenn andere Mitgliedstaaten selbst mit Bränden zu kämpfen haben oder im eigenen Land ein hohes Brandrisiko besteht." mehr: Diário Notícias vom 3.Oktober 2009
"Arsch auf Eimer"
"Wenn ihr euch fragt, wieso ihr eigentlich kein dickes Gehalt vom Staat in den Arsch geblasen kriegt, dann habe ich hier die Antwort: ihr stellt es falsch an.
Ihr solltet euch alle mal ein Beispiel an Thomas von Lüpke nehmen. Der zeigt uns, was für Menschen unsere Junta einstellt. Echte Spezialexperten. Knallharte Profis! Der Thomas, der hat z.B. 2007 erzählt, es gäbe keine Bankenkrise in Deutschland. Und er hat 2008 erzählt, die Hypo Real Estate habe eine adäquate Kapitaldecke, die Risiken seien jetzt gut abgedeckt.
Und 2009? Jaaa, 2009, ... da wechselte er im Sommer von der HRE zum Bankenrettungsfonds SoFFin. Nie gehört? Nun, das sind die, die über die Bailout-Milliarden für Banken entscheiden. Und so paßt das alles mal wieder wie Arsch auf Eimer." blog.fefe.de
Talibanattacke: Ronaldo rastet aus - er wollte seine "Mama" verteidigen.
Der portugiesische Fußballer Christiano Ronaldo hat Medienberichten zufolge in Lissabon das Autofenster des Fotografen Hugo Martins eingetreten. Die Splitter hätten die 17jährige Sara Pardal verletzt, die sich in Begleitung Martins' befand. Sie sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Ronaldo, in dessen Begleitung sich seine Mutter befand, erklärte, seit Jahren schon werde er von dem auch "Taliban" genannten Fotografen verfolgt. Dessen junge Begleiterin, die gefilmt habe, hätte ihn "angegriffen".
Die portugiesische Tageszeitung Correio da Manha, die sich die gefilmten Sequenzen anschauen durfte, konnte das jedoch nicht bestätigen. Ronaldo weiter: ihm selbst seien die Belästigungen durch Reporter egal, "aber wenn seine Mama betroffen sei, würde er in Zukunft möglicherweise genauso reagieren". mehr auf merkur online...
Portugal vor schwieriger Regierungsbildung
Nach der Parlamentswahl in Portugal steht das ärmste Land Westeuropas vor einer schwierigen Regierungsbildung. Zwar wurden die "Sozialisten" von José Sócrates bei der Wahl am Sonntag erneut stärkste Kraft; allerdings verloren sie mit 37 Prozent der Stimmen ihre absolute Mehrheit. Die sogenannten Sozialdemokraten (PSD, Konservative) von Herausforderin Manuela Ferreira Leite kommen nur auf rund 29,4 Prozent. Die drei kleineren Parteien erhwielten: CDS-PP 10,32, BE 9,59, CDU 7,92 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 60 Prozent.
Socrates kündigte in seiner Siegesrede an, nach Beratungen mit dem Präsidenten und anderen Parteien seine Strategie für die bevorstehende Regierungsbildung Mitte Oktober bekanntzugeben. Die Sozialisten müssen sich mit der Idee einer Minderheitsregierung anfreunden, die versuchen wird, für jedes einzelne Vorhaben eine Mehrheit im Parlament zu finden.
Während seiner ersten Amtszeit hatte Socrates Reformen wie Veränderungen beim Staatsdienst und der Rente eingeleitet. Ohne eine Mehrheit dürften derartige wirtschaftsfreundliche Eingriffe schwieriger umzusetzen sein. Für eine Regierungsbildung kommt erschwerend hinzu, daß der Wahlkampf weitergeht: Am 11. Oktober finden Kommunalwahlen statt. Mehr: correiomanha.pt vom 27.9.2009 und reuters vom 28.September 2000
Qimonda Portugal: Entlassung von einem Drittel der Belegschaft
Qimonda Portugal, ein Tochterunternehmen der insolventen Qimonda AG, wird sich von weiteren Mitarbeitern trennen. Eine entsprechende Entscheidung wurde heute von den Gläubigern des Unternehmens gefällt. Diese hätten mit 95 Prozent der Stimmen zu Gunsten der Entlassung von 330 Mitarbeitern entschieden. Dies meldete die portugiesische Zeitung Economico. Mehr: it-times.de vom 29.9.2009
Lissabon: Streik zwingt 1000 Reisende zu Übernachtung auf Flughafen Portela
Der Streik der portugiesischen TAP-Fluglinie hat in der letzten Nacht dazu geführt, daß rund tausend Flugreisende festsaßen und die Nacht im Flughafengebäude verbringen mußten. Wie TAP-Sprecher António Monteiro mitteilte, hatte sich die Situation zugespitzt, als Flüge nach Luanda und São Paulo, die andere Fluggesellschaften für die TAP übernommen hatten, kurzfristig storniert wurden.
António Monteiro wies Klagen von wartenden Flugreisenden zurück, die TAP habe sich nicht darum bemüht, für diese Hotelzimmer zu besorgen. Reisende beschwerten sich ebenfalls über mangelnde Information durch die TAP sowie ungenügenden Service.
Gestern erschienen von 812 Piloten nur acht zum Flugdienst. 48 Flüge mußten abgesagt werden. Ein Pilot der TAP verdient 14 Jahresgehälter in Höhe von jeweils 8.600 Euro brutto. Die von den Piloten aktuell geforderte Gehaltserhöhung in Höhe von 9 Prozent würde für die TAP jährliche Mehrkosten in Höhe von 11,5 Millionen Euro bedeuten. Mehr: correiomanha.pt vom 26.September 2009
Pilotenstreik: 172 Flüge auf Lissaboner Flughafen storniert
Hélder Silva, Vorsitzender der Pilotengewerkschaft (sindicato dos pilotos da aviação civil, SPAC) erklärte heute der Presse gegenüber, daß der seit Mitternacht stattfindende Pilotenstreik der Fluggesellschaft TAP von 98 Prozent der Flugpiloten befolgt werde; das habe die Stornierung von 172 Flügen zur Folge gehabt, nur sechs Flüge seien realisiert worden.
AP-Sprecher António Monteiro erklärte allerdings, daß von zwanzigtausend für den gesamten heutigen Tag gebuchten Flugpassagieren zehntausend bis mittags abgefertigt worden seien; dies sei im Rahmen eines Minimum-Service geschehen sowie mit Einsatz von nicht streikenden Piloten und Inanspruchnahme anderer Fluglinien mit identischen Flugzielen.
Erst eine Stunde vor Abflugszeit würde feststehen, ob eine Pilotencrew zur Verfügung stehe oder nicht, erklärte der TAP-Sprecher weiter. Um die innerhalb Portugals ausgefallenen Flüge zu kompensieren, stellte die TAP Autobusse zur Verfügung. Grundlage des Streiks bilden unter anderem Gehaltsforderungen der Piloten. Mehr: diário notícias vom 24.September
Parlamentswahl 2009: Kleinere Parteien werden wichtiger
Portugals wirtschaftliche Talfahrt geht weiter für 2009 wird ein ökonomischer Rückgang von bis zu vier Prozent erwartet. Die Wettbewerbsfähigkeit sinkt, die Staatsverschuldung steigt 2009 auf etwa 6,5 Prozent, jeder zehnte arbeitsfähige Portugiese ist inzwischen ohne Job.
Immer mehr Arbeitnehmer müssen sich mit dem Monatsmindestlohn von 500 Euro begnügen, in Sachen Wohlstand entfernt sich Portugal zunehmend vom EU-Durchschnitt.
Die Umfragen für die bevorstehende Wahl lassen vermuten, daß weder Premierminister Socrates (PS) noch PSD-Führerin Ferreira Leite mit einer deutlichen Mehrheit am Sonntag rechnen können.
Den kleineren Parteien am linken und rechten Rand, denen Zugewinne vorausgesagt werden, könnte demnach eine Schlüsselrolle bei der Bildung der nächsten portugiesischen Regierung zukommen. Mehr: tagesspiegel.de vom 24.September
Tierschützer blamiert: fieser Hunde-Export nach Deutschland
Mehr als 40 Hunde wurden in Süddeutschland von Polizeibeamten aus einem überladenem Lastwagen gerettet.
Die Tiere kamen den Angaben zufolge aus Portugal und Spanien und sollten zu verschiedenen Tierheimen in Deutschland gekarrt werden. "Der Fahrer hatte Bestell-Listen dabei und genaue Angaben, wie viele Hunde in welchem Tierheim abgeliefert werden sollten", sagte ein Polizei-Sprecher. Die zum Teil sehr jungen und nicht geimpften Hunde wurden zunächst in ein Tierheim in Offenburg gebracht und dort versorgt.
Hintergrund solcher Hundedramen seien Tierschutzorganisationen in Deutschland, die gezielt Hunde aus ausländischen Tierheimen holen, um sie vor dem Einschläfern zu bewahren. Die Hunde würden von Privatleuten zum Teil über das Internet vorbestellt und dann von den aufnehmenden Tierheimen gegen eine Spende abgegeben. Mehr: szon.de vom 22.September
Vor der Parlaments-Wahl 2009
Nach vielen Jahren mit schwachem Wachstum sind die Bewohner des nach wie vor ärmsten westeuropäischen Landes frustriert über ihre großen Volksparteien, schreibt handelsblatt.com.
"Die Wähler dürften der Regierung ankreiden, daß Portugal so tief in der Misere steckt, obwohl das Land anders als etwa Nachbar Spanien keine Immobilienkrise durchmacht und seine Banken auch nicht ernsthaft in Schwierigkeiten stecken." Mehr: handelsblatt.com. am 21.September 2009)
Briten besorgt über Kriminalität im Urlaubsland Portugal
Das britische Außenministerium warnt seine Bürger verstärkt vor zunehmender Kriminalität in Portugal, insbesondere in der Region Algarve und der Hauptstadt Lissabon; im Blickpunkt sind Mordfälle, Raubüberfälle und sexuelle Übergriffe.
Mit jährlich rund 2,2 Millionen Besuchern stellen Briten das Hauptkontingent der Portugal-Touristen. Mehr: correiomanha.pt vom 20.September 2009
Telefonspamming gegen Grippe
Die Gesundheitsbehörde Direcção-Geral da Saúde (DGS) verschickt ab heute Massen-SMS an alle Handybesitzer - "wer sich krank fühlt/Grippe hat, soll zuhause bleiben oder zum Arzt gehen."
Die Daten'schutz'behörde Comissão Nacional de Protecção de Dados hat keine Bedenken geäußert, daß der entsprechende Telefondatenbestand der Mobilfunkbetreiber für die Zwecke der Gesundbehörde genutzt wird - im übrigen "aufgrund der sozialen Einstellung der Telefonunternehmen kostenlos", wie die DGS erklärte. Mehr: diário digital vom 19.September 2009
Wahlkampf: Dirty Tricks der Parteien
Der Wahlkampf in Portugal bringt den Präsidenten in Bedrängnis. Im August berichtete die Zeitung Publico, daß der sozialdemokratische Präsident Cavaco Silva in seinem Palast ausspioniert wird - vom sozialistischen Regierungschef Jose Sokrates. Jetzt meldete das Konkurrenzblatt Journal de Noticias, daß diese Informationen aus dem Präsidentenpalast stammen, um Sokrates zu diskreditieren. José Sokrates: "Der Chef vom Publico hatte schon immer eine blühende Phantasie. Jetzt beschuldigt er den Geheimdienst. Doch die unternehmen meines Wissens nichts außerhalb des Gesetzes." Mehr: euronews.net vom 19.September 2009
Radsport auch in Portugal drogenverseucht
Nuno Ribeiro, Sieger der Portugal-Rundfahrt 2009, steht unter Dopingverdacht. Die A-Probe bei dem Fahrer des spanischen Continental-Teams Liberty Seguros war positiv auf das Blutdopingmittel CERA, teilte der Radsport-Weltverband UCI mit.
Dem 32 Jahre alten Ribeiro soll der 'Volta'-Sieg aberkannt werden. Mehr: sport.rtl.de vom 18.September 2009
Gesetz zum Schutz von Kindern
Lissabon. - Berufstätige, die aufgrund ihrer Arbeitstätigkeit mit Minderjährigen zu tun haben, müssen ihrem Arbeitgeber oder ihrer Arbeitgeberin ab sofort ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen (lei 113/2009, veröffentlicht im Diário da República); dadurch soll die Aufmerksamkeit auf eventuelle einschlägige Vorstrafen -wie sexuelle Übergriffe auf Kinder oder deren sonstige Mißhandlung- gelenkt werden.
ArbeitgeberInnen riskieren eine Ordnungsstrafe, wenn sie die Vorlage des Führungszeugnisses nicht verlangen. Mehr: correiomanha am 17.September 2009
Schlapp: Portugals Fußball-Nationalmannschaft
Fußballstar Cristiano Ronaldo, FIFA Weltfußballer des Jahres 2008, reißt es für seine Mannschaft derzeit auch nicht raus.
In der Nationalmannschaft hat er bisher nicht dasselbe Niveau erreicht wie auf Vereinsebene. Die Statistiken sind eindeutig: Der Spieler von Real Madrid hat in den letzten 23 Monaten nur zwei Treffer für die Nationalmannschaft erzielt. Aber es kommt noch schlimmer: In der laufenden Qualifikation für Südafrika hat er zwei Spieltage vor Schluss noch nicht ein einziges Mal ins Schwarze getroffen. Mehr: fifa.com vom 16.September 2009
Deutsche checken Comboios de Portugal
Das Unternehmen Siemens Mobility hat mit dem portugiesischen Wartungsunternehmen EMEF, einer Tochter der portugiesischen Staatsbahn "Comboios de Portugal" (CP), ein Joint Venture zur Wartung von Siemens-Lokomotiven in Portugal gegründet.
Das Gemeinschaftsunternehmen soll insgesamt 54 Eurosprinter-Lokomotiven zehn Jahre lang warten und instandhalten. An dem Joint Venture ist Siemens mit 49 Prozent und EMEF mit 51 Prozent beteiligt. Mehr: Investis Flife Magazine vom 16.September 2009
Parlamentswahl: Kommen die Konservativen zurück?
Die seit 2005 alleinregierende Sozialistische Partei (PS) von Premier José Sócrates erreichte bei den Europawahlen im Juni -bei schwacher Wahlbeteiligung- gerade einmal 26,6 Prozent und fiel deutlich hinter die rechtsliberale PSD (Partido Social Democrata) zurück.
Das Wahlziel einer eigenen Parlamentsmehrheit erscheint unerreichbar. Im Aufwind befindet sich die linke Opposition. Sowohl der plurale Linksblock (Bloco de Esquerda) als auch die Kommunisten (PCP) peilen zweistellige Ergebnisse an. jungewelt.de vom 15.September 2009
Geplanter Papstbesuch macht Ärger.
Die für 2010 geplante Papstreise nach Portugal ist nicht ohne Brisanz, weil zugleich auch die Hundert-Jahr-Feier der Proklamierung der Republik ansteht. Diese Proklamierung war jedoch von Anbeginn streng antiklerikal.
Jetzt heißt es, der konservative Präsident mißbrauche die Visite als "Gegen-Event". Die Reise nach Portugal war am 24. September "etwas voreilig" von der portugiesischen Präsidentschaftskanzlei bekanntgegeben worden. Dies hatte zu Kritik seitens der Bischofskonferenz geführt.
Scharfe Kritik am Agieren des Konservativen Cavaco Silva, der sich 2011 einer Wiederwahl stellen möchte, kommt von den regierenden Sozialisten. Sie vermuten, der Präsident wolle den Papst-Besuch politisch "instrumentalisieren" und als "Gegen-Event" zum Republiks-Jubiläum inszenieren. mehr hier: diepresse.com
Socrates muß Minderheits-Regierung bilden.
Nachdem keine der vier Oppositionsparteien zu einer Koalition bereit gewesen sei -so Sokrates- will die PS nun eine Minderheitsregierung bilden.
Aus der Parlamentswahl am 27. September waren die sogenannten Sozialisten (PS) als stärkste Kraft hervorgegangen, hatten aber ihre absolute Mehrheit verloren; dagegen hatte der Linksblock (Bloco da Esquerda, BE), ein Zusammenschluß verschiedener Linker, die Zahl seiner Mandate verdoppelt.
Portugals Regierungen haben eine anwachsende Staatsverschuldung zu verantworten; die Arbeitslosenquote ist mit neun Prozent die höchste seit den 80er Jahren. Rund 500.000 Menschen sind gegenwärtig ohne Arbeit. mehr: diepresse.com vom 16.Oktober 2009 + diepresse.com vom 28.September
Parlamentswahl am 27. September
Die zukünftigen Regierungs- und somit Machtverhältnisse sind, ähnlich wie in Deutschland, auch in Portugal offen. Die regierenden Sozialisten (PS) liegen in aktuellen Umfragen gleichauf mit der Partido Social Democrata (PSD), die in der Realität eine rechtsliberale Wirtschaftspartei ist und zu gern mit der rechtspopulistischen CDS-PP koalieren würden. Mehr auf Seite 2...
Küstenerosion: Kontrollierte Felsabbrüche geplant
Mehr auf der bomdia.de Regional-Seite...
Algarve: Polizei maltraitiert Touristen
Der schweizer Automechaniker Simon und seine portugiesische Freundin Zelia machen Ferien in der Algarve. Dort erleben sie Sonne, Strand und dann den Schock: In der Nacht auf Donnerstag wird das Paar brutal überfallen und verprügelt. Von der portugiesischen Polizei. mehr auf blick.ch...
Fußball: Portugal schlaff
Portugals Nationalmannschaft hat das direkte WM-Ticket so gut wie verspielt. Die Mannschaft brachte es in Dänemark nur zu einem 1:1 (1:0) und muß sogar um die Teilnahme an den Playoffs zur Endrunde bangen.
Portugal liegt in der Gruppe 1 drei Spiele vor Schluß sieben Punkte hinter Spitzenreiter Dänemark und drei Zähler hinter dem Tabellenzweiten Ungarn (1:2 gegen Schweden). Mehr: Spiegel online vom 5.September
Wirtschaft: Warenverkehr mit Brasilien bricht ein
Die portugiesischen Warenimporte aus Brasilien gehen derzeit den Bach runter - in diesem Jahr um 33,4 Prozent; Portugal kaufte weniger Rohöl (petróleo), Soja, Walzstahl und -eisen.
Noch schlechter ist die Bilanz bei den Exporten (zum Beispiel Olivenöl, Wein, Fisch). Hier beträgt der Rückgang sogar 48,5 Prozent. Mehr: diário digital am 5.September 2009
Brandbekämpfung: Italien hilft
Zwar sind -wie correiomanha.pt heute, 2.9. berichtet, alle Waldbrände derzeit gelöscht -davon zwei seit 48 Stunden existierende erst seit heute früh- vorsorglich jedoch hat sich der portugiesische Zivilschutz (Autoridade Nacional de Protecção Civil) zwei Löschflugzeuge vom Typ Canadair CL-415 in Italien ausgeliehen - erstmal für die Dauer von sieben Tagen.
Stationiert sind die Flieger auf dem Stützpunkt der Luftstreitkräfte Força Aérea Portugues (FAP) bei Leiria. Mehr: publico.pt am 2.September 2009
Waldbrand-Gefahr
Ein Waldbrand-Risiko höchster Stufe ("Risco máximo") besteht derzeit in einigen Landkreisen der Distrikte Bragança, Vila Real, Guarda, Castelo Branco, Viseu und Leiria.
In einigen Landkreisen der Distrikte Beja, Setúbal, Faro, Lisboa, Santarém, Portalegre, Porto, Braga und Viana do Castelo ist das Brand-Risiko entsprechend der Skalen-Einteilung des Meteorologischen Instituts (Instituto de Meteorologia, IM) "sehr hoch". Mehr: diário digital am 2.September 2009
Portugiesische Gastfreundschaft für Guantánamo Folter-Opfer
Zwei syrische Staatsbürger, die amerikanische Freiheitsrechte in Guantánamo schnuppern durften und das überlebt haben, sind nach Auskunft des Lissaboner Innenministeriums vom Samstag jetzt "freie Menschen" in Portugal. Ihnen werde "nichts vorgeworfen". FAZ.NET am 30.August 2009
Zwölf Jahre Schulpflicht
Mit den Stimmen von PS, PCP, BE und PEV (PSD und CDS-PP enthielten sich) beschloß im Juli die Socrates-Regierung die Etablierung der Schulpflicht bis zum zwölften Schuljahr - heute verkündete Staatspräsident Cavaco Silva das Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes, meldet publico.pt am 26.August 2009
Elternverbände sind geteilter Meinung über die Neuerung. Joaquim Ribeiro von der Confederação Nacional Independente de Pais e Encarregados de Educação (CNIPE): "Die Voraussetzungen für zwei weitere Jahre Schulpflicht sind gar nicht gegeben; in zwei Jahren wird man nicht das realisieren, was man in zwanzig Jahren vorher nicht geschafft hat."
Albino Almeida von der Confederação Nacional das Associações de Pais (CONFAP) ist zuversichtlicher. Er glaubt an einen Neuerungsschub in den Schulen, mehr Lehrer und Hilfskräfte würden eingestellt und bereits existierende Renovierungsarbeiten in vielen Schulen würden vor Ablauf der kommenden zwei Jahre abgeschlossen.
Joaquim Ribeiro: "Gut wenn die Schulräume fertig werden, aber das bedeutet noch nicht, daß die Anzahl der Räume sich erhöhen wird. Die 12jährige Schulpflicht ist ein schöner Plan, sein Umsetzung jedoch eine andere Frage."
Landesweit 270 Brände...
...meldet diário digital heute (24.August 2009); über 3.600 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Angaben stammen vom Zivilschutz Autoridade Nacional de Protecção Civil (ANPC).
Die österreichische Kleine Zeitung berichtet:
"In Portugal war die Lage am Montag vor allem im Bezirk Bragança im Norden des Landes besorgniserregend. Dort kämpften nach Angaben des Zivilschutzes am Vormittag 77 Feuerwehrmänner mit 22 Fahrzeugen und drei Löschflugzeugen gegen seit Sonntag wütende Flammen.
Außerdem loderten am Montag im Norden Portugals nach Medienberichten drei weitere größere Waldbrände. Allein am Sonntag seien in ganz Portugal Dutzende Waldbrände unter Kontrolle gebracht worden, hieß es. Das Brandrisiko sei allerdings aufgrund der Trockenheit und der hohen Temperaturen in den nächsten Tagen weiterhin im gesamten Land sehr hoch."
In diesem Jahr verbrannten in Portugal bisher rund 24.000 Hektar Wald- und Buschland - 7.000 Hektar mehr als im gesamten Vorjahr.
Erhöhte Brandgefahr besteht zur Zeit in den Bezirken Bragança, Vila Real, Viseu, Guarda, Castelo Branco, Coimbra, Portalegre und Faro.
Portugal auf Talfahrt: Staatsverschuldung steigt auf 68,7 Prozent (2004 noch 61,5 Prozent)...
...und das Haushaltsdefizit wird 2009 bei 5,9 Prozent liegen, erklärt Staatssekretär Emanuel Santos (secretário de Estado Adjunto do Orçamento) laut diário digital am 21.August 2009. Spiegel online untertreibt und schreibt, es werden nur 4,6 Prozent.
Die EU-Politkommissare erlauben maximal 3 Prozent, darüber gibts ein Mahn- und Strafverfahren.
Europa auf Talfahrt: Das gemeinsame EU-Haushaltsdefizit soll 2009 auf fette sechs Prozent anschwellen, schreibt Reuters. In Spanien kommt es dick mit 8,6 Prozent.
Soziale Marktwirtschaft in Europa: 60.000 Portugiesen als verarschte Wanderarbeiter unterwegs
Zum Arbeiten auf Baustellen reisen sie seit Jahren nach Spanien, Frankreich, Belgien, Holland, der Schweiz, Ellisabeth's Königreich und Norwegen - um dort als Weihnachtsgänse ausgenommen zu werden.
publico.pt und diário notícias schreiben am 19.August 2009 über Arbeitsbedingungen von 120.000 Wanderarbeitern - von denen die Hälfte ausgebeutet wird, so Albano Ribeiro, Vertreter der Gewerkschaft Sindicato dos Trabalhadores da Construção Civil do Norte gegenüber der Presse: versprochene Löhne werden bei Ankunft der Arbeiter gar nicht gezahlt, ebensowenig das übliche Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Essenszulage.
Paulo Morgado de Carvalho, Inspektor der portugiesischen Arbeits-Aufsichtsbehörde IGT, berichtet von Arbeitsbedingungen auf Baustellen in Frankreich in Belgien, bei denen weder Verträge existieren sowie Lohnauszahlungen grundlos verweigert werden.
Die Wanderarbeiter werden von portugiesischen Firmen und Vermittlern angeworben sowie von Firmen in den Zielländern.
Der Gewerkschaftsvertreter erwähnte weiterhin, daß die Baurezession in Spanien dazu geführt habe, daß rund 40.0000 der 90.000 portugiesischen Wanderarbeiter, die in den vergangenen Jahren im Nachbarland ihr Brot verdienen wollten, mittlerweile in andere Länder abgewandert sind, rund 20.000 davon nach Frankreich.
Google-Konzern: Lissabon und Oporto im 'street view'.
Évora, Barreiro, Amadora, Águeda und Portalegre stehen als weitere Städte auf dem Programm. publico.pt vom 18.August 2009
Tod eines Bandenchefs: 28jähriger Deutscher in Albufeira festgenommen
Trotz internationalem Haftbefehl schaffte er es nach dem gewaltsamen Tod des Chefs der Motorrad-Gang "Outlaws" bis nach Portugal. Vergangene Woche jedoch spürten die Fahnder den gesuchten Mannheimer auf.
Der 28jährige, welcher der kriminellen Bande "Hells Angels" zugerechnet wird, ging den Ermittlern am 6. August in Albufeira an der Algarve ins Netz. mehr auf Seite 2....
Immo-Markt schwach
Im portugiesischen Immobilienmarkt ist der Umsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent eingebrochen. publico.pt vom 17.August 2009
Schweine-Virus
1210 Leute haben in den vergangenen circa 8 Wochen in Portugal mit leicht erhöhter Temperatur 'Schweineviren' abgehustet - fast alle sind wieder gesund. Zwei Dutzend von ihnen liegen zur Zeit, auch aufgrund anderer Primärkrankheiten, im Krankenhaus. (Correiomanha.pt vom 15.August 2009) Wieviele Portugiesen im gleichen Zeitraum Durchfall hatten, wurde vom Gesundheitsamt nicht registriert.
Zum Vergleich: Bei Verkehrsunfällen in der Volksrepublik China kamen im vergangenen Jahr insgesamt 107.077 Menschen zu Tode.
Das Abmelken von Steuergeldern durch die Pharmalobby ist trotzdem voll im Gang, das Volk wird geimpft.
Jagdsaison: Ab 15. August wird scharf geschossen
(Turtel-)Tauben und Rebhühner werden von portugiesischen Jägern wieder aufs Korn genommen. Die Freude der Jagdliebhaber ist allerdings getrübt; Jagdverbandsvorsitzender Vítor Palmilha (presidente da Confederação Nacional dos Caçadores Portugueses) lamentiert über eine 'exzessive Bürokratie' bei der Erteilung der Lizenzen.
Bei der Jagd ginge es schließlich um Geschäfte "im Wert von mehreren Hundert Millionen Euro", und durch lange Wartezeiten bei der Lizenzvergabe könnten nun "nicht alle die wollten auf die Jagd gehen." diário digital vom 15.August 2009
2008: 776 Tote im Straßenverkehr
Anläßlich einer in Lissabon stattfindenden Kampagne für mehr Sicherheit im Straßenverkehr (Campanha de Prevenção Rodoviária) erklärte Innenminister Rui Pereira (ministro da Administração Interna), es sei erstrebenswert die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2009 möglichst geringer als im Vorjahr zu halten. diário digital vom 15.August 2009
Kubanische Ärzte im Anmarsch
Gesundheitseinrichtungen (centros de saúde) im Alentejo, Ribatejo und der Algarve erhalten personelle Unterstützung: in dieser Woche sind vierzig Ärzte aus Kuba in Portugal eingetroffen.
Der Sprecher der Gesundheitsbehörde des Alentejo (Administração Regional de Saúde do Alentejo (ARSA), Mário Simões, erklärte gegenüber der Presse, schon in den nächsten Tagen soll der erforderliche Papierkrieg zum Abschluß gebracht werden. Hierzu gehört die Anerkennung des Medizinstudiums der Kubaner durch eine portugiesische Fakultät. Die Ärzte-Organisation bastonário dos Médicos hat Bedenken - sie zweifelt noch an der nötigen Ausbildung der Kubaner.
Der Ärzte-Import geht auf eine Regierungs-Initiative zurück; die KubanerInnen bleiben ein Jahr, dieser Zeitraum kann jedoch verlängert werden. diário digital vom 14.August 2009
Gesundheit: 'gelber Alarm' in zehn Gebieten
Hohe Temperaturen: für zehn Distrikte Portugals hat die Gesundheitsbehörde Direcção-geral da Saúde (DGS) 'gelben Alarm' ausgegeben (Braga, Vila Real, Bragança, Coimbra, Castelo Branco, Leiria, Lisboa, Portalegre, Évora e Beja).
Im nordöstlich von Lissabon gelegen Santarém gilt heute 'roter Alarm': es werden Temperaturen bis 39 Grad erwartet. Insbesondere übergewichtige und ältere Menschen können unter hohen Temperaturen leiden. correiomanha.pt vom 14.August 2009
TAP: Nachtflug nach Brasilien
TAP Portugal bietet Abendflüge nach Brasilien an. Die neuen Abendverbindungen nach Rio de Janeiro, São Paulo und Brasília werden ab dem 10. September 2009 eingeführt und sind bereits im Reservierungssystem buchbar.
Die Passagiere von TAP Portugal können somit ab kommendem September mit dem Abendflug von Frankfurt zum Drehkreuz der Fluggesellschaft nach Lissabon reisen. Außerdem ermöglichen die Mittagsflüge von München und Hamburg, sowie zusätzlich auch von Frankfurt den Anschluß via Lissabon nach Rio de Janeiro, São Paulo und Brasilia. Der passende Weiterflug findet gegen 23:30 Uhr statt. Die Ankunft in Brasilien ist für 05:30 Uhr morgens vorgesehen. tma.online v. 12.August 2009
Feuer 2008: Schwein für Portugal
17.244 Hektar Wald beziehungsweise Gestrüpp fackelten im vergangenen Jahr in Portugal ab. Ziemlich wenig, im Vergleich zum Rekordfeuerwerk des Jahres 2003. Damals gingen nicht weniger als 425.726 Hektar bei drauf.
Mehr Informationen und Zahlen: Diário Notícias v. 10.August 2009
Schiss vor der Schweinegrippe - Das Geschäft mit der Angst
Der Name "Schweinegrippe" steht wie schon die Bezeichnung "Vogelgrippe" für irreführende aber offenbar erfolgreiche Versuche einiger Pharmakonzerne, ihre Absatzchancen für neue Impfstoffe und fragliche Grippe-Medikamente zu erhöhen.
Aber auch einige Politiker, Fachinstitute und Medien profitieren von dieser Erfindung und spielen das teure Spiel mit der Angst zu ihrem eigenen Vorteil mit.
Die Pharmabranche zeigt, daß sie längst weiß, wie die öffentliche Aufmerksamkeit auf bestimmte Themen gelenkt werden kann. Sie demonstriert uns gerade, daß eine "Schweinegrippe aus Mexiko" eben deutlich mehr wahrgenommen wird als die übliche alljährliche "Grippewelle".
Und noch eine Sauererei: Der "Optaflu"-Impfstoff der Firma Novartis soll nicht auf Hühnereiweiß, sondern auf Zellkulturen wachsen, die aus hochaktiven Krebszellen bestehen. Die Frage, ob eine Gefahr für die Geimpften durch mitübertragene krebserzeugende Bestandteile des Zellmaterials besteht und wie hoch diese langfristig sein könnte, hat für die zulassende Europäische Institution (EMEA) dabei keine maßgebliche Rolle gespielt... mehr auf hintergrund.de..
Bauern warten auf Geld
Seit Juni 2008 warten 650 Bauern auf insgesamt 150 Millionen Euro - von der Socrates-Regierung zugesagte Modernisierungsknete für die aussterbende Zunft. Das Geld soll im Rahmen des "Programa de Desenvolvimento Rural (Proder)" verteilt werden, schreibt correiomanha.pt am 9.August 2009
Évora, Alentejo: 3,3-Erdbeben
Ein Erdbeben mit der Stärke drei komma drei auf der Richterskala wurde heute morgen in einer Entfernung von rund 13 km nordöstlich von Arraiolos (Mora) bei Évora registriert, berichtet publico.pt am 6.August 2009 entsprechend einer Meldung des meteorologischen Institutes (Instituto de Meteorologia).
EU-Datendiktatur: Portugal überwacht jetzt auch - was sonst
Die Brüsseler Polit-Kommissare schaffen Grundrechte ab - und Portugal zieht mit. Ab 5. August wird der Internet-Datenverkehr sowie jedes Handygespräch aller Bürger des Landes überwacht - wer wann welche Internetseiten besucht hat, wer welche emails an wen geschickt hat, mit wem wie lange am Telefon gesprochen wurde.
Servil wie die Portugiesen nun mal sind, wollen sie noch effektiver sein als die anderen Stasi-Kopierer: drückt Brüssel den EU-Bürgern ein halbes Jahr verdachtsunhabhängige Kontrolle und Überwachung aufs Auge, macht es Portugal nicht unter einem Jahr. Bericht publico.pt vom 4.August 2009
Hochkonjunktur: Aufsichtsratsvorsitzender der TAP verdoppelt sein Einkommen
Fernando Pinto, Aufsichtsratschef (presidente do conselho de administração) der Fluglinie TAP (Transportadora Aérea Portuguesa) hat Angaben zu seinem Jahreseinkommen korrigieren müssen; er gab zu, derzeit 816.000 Euro jährlich bei der TAP zu verdienen - rund doppelt soviel wie im vorherigen Mandatszeitraum, berichtet correiomanha.pt am 4.August 2009
Umsätze in der Industrie weiter rückläufig
Die portugiesische Industrie hat mit weiteren Umsatzeinbrüchen zu kämpfen - im Juni gingen die Verkäufe um 17,7 Prozent zurück (im Mai waren es 21,9 Prozent). Im Zeitraum April bis Juni betrugen die Umsatzeinbrüche sogar 20,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diário Digital vom 4.August 2009
Rezession: Rabatt für Golfer
Unter dem Motto "From the Algarve with Love" reist in jeder Gruppe von acht Golfern, die gemeinsam einen Urlaub in der Algarve bucht, ein Teilnehmer kostenlos. An der Aktion beteiligen sich 42 Hotels und 24 Golfplätze. Gourmet-report
Gesundheitsministerium schwer aktiv
Vollbeschäftigung im Gesundheitsministerium (Ministério da Saúde): beim Zählen der an Schweinegrippchen verschnupften Personen ist man jetzt bei 248 angelangt. Fast alle dieser Personen sind mittlerweile auch schon wieder gesund (siehe auch Meldungen weiter unten auf dieser Seite). Bericht Diário de Notícias (dn-online.pt) vom 29.Juli 2009
Bauernprotest in Coimbra: Mit 150 Treckern in die Innenstadt
Bauern aus der Region Coimbra protestierten gestern in Coimbra: Sie werfen den großen Supermarktketten (Hipermercados) vor, diese würden sich zuwenig um den Verkauf nationaler Produkte wie Reis und Milch kümmern.
Die Landwirte zogen nicht nur mit rund hundertundfünfzig Landmaschinen ins Zentrum der nordportugiesischen Universitätsstadt, sondern gingen auch Einkaufen - im Riesensupermarkt Continente do Fórum Coimbra.
Auf ihrer Einkaufsliste stand die symbolische Menge von 146 Litern Milch und 160 Kilogramm Reis - aus portugiesischem Anbau. Wie publico.pt am 28.Juli berichtete, entdeckten Reporter der Nachrichtenagentur Lusa bei einer Durchsicht der Supermarktregale jedoch größtenteils portugiesischen Reis. mehr auf Seite 2...
Spanien schickt Iberischen Lux nach Portugal
Im Naturreservat Malcata in der Nähe der nordportugiesischen Stadt Guarda haben die Umweltminister der Länder Portugal und Spanien (Francisco Nunes Correia und Elena Espinosa) ein Protokoll unterzeichnet, welches die Übergabe von 20 Tieren der Gattung Iberischer Lux (Lynx pardinus) an eine Zuchteinrichtung bei Silves in der Algarve regelt.
Die Tiere -16 männliche und vier weibliche- sollen wahrscheinlich bei Guarda in der Reserva Natural da Malcata, in der Serra Algarvia und im Parque Natural do Vale do Guadiana wiederausgesetzt werden.
Im Naturreservat Malcata war der Iberische Lux zum letzten Mal im Jahr 1992 aufgetaucht. In der Serra Algarvia ist seine Existenz durch den Bau des Mega-Stausees Alqueva bedroht worden.
Der Tier-Transport soll voraussichtlich im September in Silves eintreffen. Bericht publico.pt am 28.Juli 2009
Mehrfachmörder seit zehn Jahren untergetaucht
1999 flüchtete der verurteilte Doppelmörder Norman Volker Franz kurz vor seiner Auslieferung aus einem Gefängnis in Portugal. Seitdem steht er als einer der meistgesuchten Verbrecher auf der Fahndungsliste des Bundeskriminalamts.
Im Oktober 1998 war Franz zusammen mit seiner Ehefrau im Algarve-Ferienort Albufeira festgenommen worden. Dort hatten sie ein Immobiliengeschäft eröffnet. mehr auf Seite 2...
Basketball-Damen gewinnen in Oliveira do Hospital
Die deutschen Basketball-Damen haben auch ihr drittes Spiel beim internationalen Turnier in Portugal gewonnen, schreibt rundschau-online.de am 25. Juli 2009
Mehr Arbeitslose
Um 28,1 Prozent ist in Portugal im Monat Juni die Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen, schreibt publico.pt am 23. Juli 2009. Alle Berufsgruppen sind von der zunehmenden Arbeitslosigkeit betroffen.
Hospital de Santa Maria in Lissabon: Sechs Patienten schwer geschädigt
Tragische Ereignisse im Krankenhaus Santa Maria: Nach Behandlung in der dortigen Augenklinik am vergangenen Freitag sind sechs Patienten von Blindheit bedroht, berichtet correiomanha.pt am 22. Juli 2009
Ursachenforschung: Zwar sagt Ärzteverband-Sprecher Pedro Nunes, daß möglicherweise die Instrumente in der Augenchirurgie nicht korrekt sterilisiert worden seien. Der Pharmaverband Infarmed läßt allerdings die verwendeten Medikamente untersuchen - alle betroffenen Patienten erhielten nämlich Injektionen mit dem Medikament Bevacizmab. Am selben Tag und in der selben Abteilung mit einem anderen Medikament Behandelte erlitten keinerlei Beeinträchtigung. Ausführlicher Bericht publico.pt
Das für Lissabon zuständige Gesundheitsamt gab unterdessen bekannt, daß jeder zehnte Krankenhauspatient aufgrund der Behandlung zu Schaden kommt.
Fernsehen im Internet
Vodafone startet in Portugal ein IPTV-Angebot mit mehr als 100 TV-Sendern, darunter acht hochauflösenden Kanälen.
Ab September wird das Angebot für den gesamten Markt geöffnet. Das monatliche Abonnement soll für Kunden, die sich für das Basispaket mit 55 Sender entscheiden, demnach 39,90 Euro kosten. Wer zusätzlich 30 Sender mehr sehen will, zahlt nochmals 9,90 Euro mehr im Monat. Bis zum Jahresende gibt es außerdem ein Einstiegsangebot von 19,90 Euro. Bericht von digitalfernsehen.de vom 21.Juli 2009
Gesunder Vorschlag: Bischöfe gegen Händeschütteln
Panik wegen Schweinegrippe: Wie die portugiesische katholische Nachrichtenagentur "Ecclesia" verbreitet, sollen Gläubige auf das übliche Händeschütteln verzichten - es könnten viele Viren übertragen werden. Bericht von orf.at vom 20.Juli 2009 - siehe auch Hintergrundbericht über virenverseuchte Schweineställe und Bericht über den "Schweinegrippe-Irrsinn" im Spiegelblog
Frankfurt: Portugiesen abgezockt
Falsche Polizisten haben drei Touristen aus Portugal um 1.400 Euro betrogen. Die Täter hatten die Männer auf dem Römerberg aufgefordert, ihr Bargeld zu einer Überprüfung auszuhändigen. Nach der Rückgabe der von den Betrügern zusammengerollten Scheine stellte sich heraus, daß ein hoher Betrag fehlte. 19.Juli 2009, hr-online
Knast-Wärter: Dritter Streiktag
In den 48 Strafanstalten des Landes streiken heute wieder die WärterInnen für eine bessere Pensionsversorgung. Die Gewerkschaft Sindicato Nacional do Corpo da Guarda Prisional (SNCGP) spricht von einer fast-hundert Prozent-Beteiligung. Von 1100 WärterInnen seien 1050 aktiv am Streik beteiligt.
Der Dienst beschränkt sich auf ein Minimum: Öffnen und Schließen der Zellen für Essensausgabe und Freizeit der Inhaftierten; Problem für die letzteren: sie können keinen Besuch erhalten. In Coimbra haben Knastinsassen Müllbehälter in Brand gesetzt; zu weiteren Begleiterscheinungen kam es bisher nicht. Bericht publico.pt v. 19.Juli 2009
"Wo Portugal noch ursprünglich ist"
Die lange Atlantikküste südlich von Lissabon bis zur Algarve bietet viele feine Sandstrände. Man sollte aber einen Abstecher ins Landesinnere des Alentejo nicht vergessen, schreibt die Thurgauer Zeitung.ch am 18.Juli 2009
Katastrophale medizinische Versorgung: Gesundheitsbehörde will Ärzte aus Uruguay anwerben
In einem sogenannten "Sommerplan" für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung insbesondere für Touristen in den Regionen Algarve und Alentejo versucht die Gesundheitsbehörde Administração Regional de Saúde do Algarve (ARS) derzeit, dreißig aktuell geschaffene Stellen mit Ärzten aus Uruguay zu besetzen. Bis zum Jahresende sollen diese Bemühungen abgeschlossen sein.
Publico.pt beschreibt am 16.Juli 2009 beispielhaft die Situation in Quarteira. Die dortige, in einer touristischen Zone gelegenen Ambulanz Centro de Saúde wurde vor 8 Jahren räumlich erweitert, ist jedoch nun ausschließlich abends von 20-24h für Akutfälle geöffnet. Für Fälle außerhalb dieser Zeit findet sich der Hinweis, die 12 km entfernte Ambulanz in Loulé aufzusuchen. Die dort herrschenden Zustände werden jedoch, insbesondere an den Wochenenden, als chaotisch beschrieben.
UND NUN WEITERE MELDUNGEN...
Wenn der Minister 100.000 Euro in seinem Schreibtisch "vergißt"...
"Achtung, wichtig: Ein Einblick in die Baupläne für den europäischen Präventivstaat, an dem sie gerade bauen. Erstens haben sie jetzt überall "Datenschutz" erwähnt bei den Repressionsmaßnahmen. Wer sich wundert, wieso sie das machen, der sei auf den Fall mit der Vorratsdatenspeicherung verwiesen. Das ist nämlich ein prima Vorwand, um den Leuten keinen Einblick in sie betreffende Abhörmaßnahmen zu gewähren.
Und was planen sie da konkret? Naja, das übliche
halt.
Das bestehende EU-Instrumentarium zum Datenschutz solle
"evaluiert und wo nötig verbessert" werden,
heißt es da, für Verhandlungen über den
Austausch personenbezogener Daten mit Drittstaaten stehe
die Ausarbeitung von "Empfehlungen" an.
Wie so eine Empfehlung aussehen kann, haben wir ja gerade
bei SWIFT gesehen, oder bei den Flugpassagierdaten.
Das ist alles ganz furchtbar, aber mein persönliches
Highlight ist das hier:
Schließlich hat man noch die unvermeidlichen Wünsche
der Unterhaltung-Iindustrie, "Raubkopierer"
endlich in den Rang von Schwerkriminellen zu erheben,
unter dem Punkt 4.4.5. "Wirtschaftsverbrechen und
Korruption" einfließen lassen.
Seht ihr? Wenn unser Finanzminister 100.000 DM in Parteispenden in seinem Schreibtisch "vergißt", dann ist das nicht Korruption. Nein, nein, nein. Korruption ist, wenn jemand eine Tokio Hotel CD aus dem Internet zieht. Das sind die Wirtschaftsverbrechen, die uns schlaflose Nächte bereiten sollten!
"Der Europäische Rat ruft
Ministerrat und Kommission auf, so schnell wie möglich
Gesetze für strafrechtliche Maßnahmen zur Durchsetzung
der intellektuellen Eigentumsrechte zu ergreifen."
Ich hoffe, ihr hattet gerade einen nüchternen Magen.
Mir ist nach der Lektüre ein bisschen flau."
http://blog.fefe.de/

